Archiv für die Kategorie ‘Denkmäler’

Demo East Side GalleryAls Berlintourist bin ich ja eher unpolitisch, aber wenn es gegen die East Side Gallery geht, muss auch ich aufstehen.
Ich muss gestehen, dass ich die genaue Faktenlage nicht kenne. Ich weiß, da ist zum einen die East Side Gallery, jenes längste zusammenhängende Stück Mauer, welches als Symbol sowohl der Teilung als auch der Wiedervereinigung dient und Platz 2 auf der Liste der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten gleich nach dem Brandenburger Tor belegt. Zum anderen sind da der Grundstückseigner und der Investor, die vorhaben ein Hochhaus mit schicken Wohnungen (hier muss man aufpassen was man sagt sonst wird einem sofort eine Neiddebatte angedichtet – hab ich heute in den Kommentaren der Zeit gelernt) auf den ehemaligen Todesstreifen zu bauen, und dafür müssen Teile der Freiluftgalerie weg. Des weiteren sind mit von der Partie die Parteien und Politiker der Stadt.

Ich fand die Demonstration an sich ganz aufregend, viele Menschen auf engem Raum, flankiert von der Polizei kenne ich ja sonnst nur von Fußballspielen.

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War das ein Wochenende. Über 30° strahlend blauer Himmel, die Stadt kocht. Und wieder ist so viel los , dass es fast in Arbeit ausartet auch nur einen Bruchteil des Angebots war zu nehmen. Ganz toll soll es zum Beispiel auf der für ein paar Monate teilgesperrten Oberbaumbrücke gewesen sein. Ich bin Samstag gegen 20:00 Uhr noch mit der U-Bahn drüber gefahren und dachte mir „Nette Stimmung da unten“ die Leute saßen entspannt auf dem Bürgersteig und genossen die Aussicht. Später sind dann noch Musiker dazugekommen die die Urlaubsstimmung perfekt gemacht haben sollen.
Aber mich zog es an diesem Abend ins Bi Nuu, einem Club unter dem Bahnhof Schlesisches Tor. Ich wollte Dubstep hören und die Bulldogs live erleben.
Aber angefangen hat der Tag eigentlich mit einem ausgedehnten Spaziergang in Mitte, den es war ja Tag der offenen Ministerien.

Nach dem Finanzministerium und einem Spaziergang über den Wilhelmplatz bin ich noch die Friedrichstraße runterspaziert und hab mir einige Geschäfte angesehen.
Und einen klitzekleinen Abstecher ins Willy Brandt Forum Unter den Linden hab ich auch noch eingeschoben, da war es mir aber zu warm, das kann ich auch im Herbst oder bei Regen nochmal besuchen.
Abends dann die Aussicht auf der Warschauer Brücke genossen und ab zum „Schlesi“.
Empfangen wurden wir mit Freibier, Bratwurst für umme und Jägermeister satt, sowie einem live DJ set 🙂 Weil der Sneakerladen OVERKILL die einführung eines neuen Turnschuh feierte, das ist Berlin ❤








Soviel in Bildern zum Samstag

Am Sonntag machte ich mich dann schon um 11:00 Uhr auf nach Mitte, und war überrascht von der Tribüne auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. Berlin Fliegt ein Minisportfest in perfekter Kulisse.
Danach zu Angie ins Bundeskanzler Amt









Es sieht ganz so aus als ob Googlemaps Satellitenbilder genau am Tag der offenen Ministerien geschossen hat. Gut zu erkennen der Betrieb auf der namenlosen Brücke und der große blaue Hubschrauber der Polizei.

Der Fehrbelliner Platz in Charlottenburg-Wilmersdorf. Benannt wurde er nach der Schlacht bei Fehrbellin von 1675.

Richtig hübsch ist der Platz nicht. Der U-Bahnhof sieht aus wie aus den 70ern herüber gerettet. Und richtig. Wikipedia weiß:“1968 bis 1972 nach Plänen des Architekten Rainer G. Rümmler grundlegend umgebauten U-Bahnhofs Fehrbelliner Platz bildet in Gestaltung und Farbgebung einen bewussten Kontrast zu den Verwaltungsbauten aus der Zeit des Dritten Reiches.„.

Für meinen in Westberlin der 80er aufgwachsenem Freund ist der Fehrbelliner Platz als U-Bahnstation, an der das Riverboat lag gut im Gedächtnis geblieben.
Das Riverboat war seine erste Diskothek in die er regelmäßig ging. Das Riverboat verfügte über drei Floors mit den Musikrichtungen Indie, Charts und Blackmusic.


Als Besonderheit verfügt der Platz über ein Denkmal. Ein Denkmal für „die sieben Schwaben“.
Das Denkmal liegt trotz seiner Ausmaße doch recht unsichtbar auf dem Mittelstreifen des Hohenzollerndamms.
Der Berliner an sich hat ja seit einer Weile so seine Probleme mit „dem Schwaben„, und es sind auch mehr als sieben die seinen Unmut schüren und die Angst vor Gentrifizierung.