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Mauerpark Flohmarkt Berlin

Veröffentlicht: April 30, 2012 in Plätze und Orte
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Für mich war gestern Mauerparksaisoneröffnung. Der Flohmarkt wird gefühlt jedes Jahr größer, die Händler prfessioneller. Durch die Prfis hinter den Holztischen geht natürlich ein bisschen der Charm dessen verloren was den Mauerparkflohmarkt früher ausmachte „Nachbarn kaufen/verkaufen an Nachbarn, Zugezogene und Touristen“ Was mich immer wieder aufs neue fasziniert ist das babylonische Sprachgewirr. Drüben auf qype wurde gerade das fehlen von Gastronomischen Angeboten bemängelt. Mein Eindruck war, dass es genug in diese Richtung gibt. Wir haben den Mauerseegler, das Schönwetter, den Wagen mit Thrüringer Rostbratwurst, dann eine Bude mit Falavel und Schawarma und den Hippivegiburger wagen der mit einem bunten Schild fröhlich darauf hinwies, dass alles Ausverkauft sei und mann sich auf die nächste Woche freue 🙂

Gleich an einem der ersten Stände die ich mir angeguckt habe, hingen diese tollen Schmuckstücke, und die freundliche junge Dame hinter dem Stand lachte verzückt als Sie sah wie ich mich mit der Auslage fotografieren lies und rief gleich „Das Foto musst du mir schicken!“ OK, kannst Du dir gern hier runterladen. Viele Grüße.
Wenn Ihr es nicht persönlich zum Mauerparkflohmarkt schafft, Ihr könnt euch die tollen Schmuckstücke auf Schmuckzeug anschauen.

Am nächsten Stand war richtig Party. Mit dem POKKET MIXER Made in Berlin. Und auch wenn die Jungs das Gerät als kleinsten Mixer der Welt anpriesen fand ich ihn ganz schön groß 😉
Und dass einer von meinem Brüdern es auf ein T-Shirt des berliner Modelabels YAC FOU geschafft hat ist ja wohl richtig klasse.

Schon interessant wie unterschiedlich die Berliner Flohmärkte doch sind.
Ich freu mich schon wenn die Karaokesaison wieder losgeht und ich mich im mauerpark tummeln kann.
i<3berlin

Mehr Infos zum Mauerparkflohmarkt bekommt Ihr hier.

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Nach dem Schlendern über den Trödel- und Antikmarkt auf dem 17. Juni sind wir dann noch in die Tiergartenquelle in den S-Bahnbögen des Bahnhofs Tiergarten gegangen.

Was ist die Tiergartenquelle?
Die Tiergartenquelle ist mit über 70 Jahren eine der ältesten Kneipen Berlins.

Wo liegt die Tiergartenquelle?
Ihre Postanschrift lautet Bachstraße, S-Bahnbögen 481 und 482. Wenn ich einem Touristen die Lage an einem Wochenende beschreiben sollte, würde ich das so: Wenn du auf dem Flohmarkt stehst und den 17. Juni in Richtung Goldelse (Siegessäule) guckst, dann ist es vor dem Eingang hoch zum S-Bahnhof Tiergarten, links die Bachstraße rein, noch kurz über die Joseph Haydn Straße und gleich neben dem Hinteren S-Bahnaufgang befindet sich die Tiegartenquelle.


Was macht die Tiergartenquelle aus?
Heute glaube ich allein die Tatsache, dass es so etwas im hippen, modernen, schnelllebigen Berlin noch gibt.
Eine gute alte Berliner Kneipe mit frisch gezapftem Bier und einer Küche die deftige Hausmannskost in ordentlichen Portionen und zu vertretbaren Preisen serviert.
Die Einrichtung in der Kneipe steht glaube ich auch mittlerweile unter Denkmalschutz, ist vielleicht sogar
Kandidat für’s Weltkulturerbe? Die dunklen Stühle und Tische, die alten Tafeln und Werbeschilder und die gelbgraue Patina an den Wänden, sowas bekommt man heute ja gar nicht mehr nachgekauft.

im vorderen Raum beherbergt die Tiergartenquelle mehrere sechs bis achtmann Tische und hinten links die Bar mit einem recht kurzen Tresen. An der Bar vorbei geht es links zum separaten Raum für feiern und Festlichkeiten. Geradezu kommen die Toiletten und der Raucherraum mit dem Hinweis „Vorsicht hinter dieser Tür besteht Erstickungsgefahr!“

Was gibt es zu Essen und zu Trinken?
Erstmal ein kleiner Auszug aus der Speisekarte
Spezialitäten der „Quelle-Küche“

Rahmgeschnetzeltes „Züricher Art“ vom Schwein mit Spätzle 10,50 €
Gebratener Leberkäs mit Setzei und Bratkartoffeln 7,20 €
Zwei Berliner Bouletten mit Setzei und Bratkartoffeln 7,20 €
Knusprige Schweinshaxe mit Bratkartoffeln oder Backkartoffel & Kräuterquark 9,80 €
Nürnberger Würstchen mit Sauerkraut und Bratkartoffeln 7,90 €
Riesen Eisbein mit Erbsenpüree, Sauerkraut und Salzkartoffeln 10,20 €
Schweinebraten mit jungen Erbsen, zarten Möhren und Petersilienkartoffeln 8,90 €
Tiroler Bauern-Frühstück 6,50 €
„Cordon Bleu“ vom Schwein, mit Käse und Schinken gefülltes, paniertes Schweineschnitzel
mit Pommes frites
10,80 €
Schweineschnitzel „Wiener Art“, mit Tagesgemüse und Pommes Frites 10,50 €
Rindergulasch, mit Salzkartoffeln und Rotkohl 9,90 €
Berliner Currywurst, mit hausgemachter Soße und Pommes Frites 6,50 €

Biere bietet die Quelle von Lemke und Schultheiss an.
Von Lemke das Pilsner, ein Hefe-Weizen und ein Saisonbier. Das Pils war gut, als Saisonbier gibt es gerade ein recht dunkles malziges auch durchaus schmeckendes Bier dessen Namen ich vergessen habe.
Lemkes Biere sind naturbelassen und werden hier in Berlin in einer kleinen
handwerklichen Brauerei gebraut. Bitte achten Sie auch auf unsere Biertafel !

Das Schultheiss gibt es wahlweise im Glas, im Steinkrug oder im Maßkrug. Alles zu moderaten Preisen.

Als Berlintourist habe ich natürlich die „Berliner Currywurst“ bestellt.
Mein Traum ist es ja irgendwann alle Currywürste der Stadt durchprobiert zu haben.
Meine Erfahrungen mit der von Bier’s und dem Currywurst Express könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Als der riesen Teller kam, die Teller in der Quelle sind alle riesen groß und meistens voll, war ich erst skeptisch. Ich habe ein sehr klares Bild von „Der Currywurst“, gerade der West-Currywurst (wir befinden uns ja im Tiergarten im ehemaligen Westberlin), sie ist mit Darm, hat ein halbwegs genormtes Maß und auch die Currysauce sollte schmecken wie ich es mir vorstelle bzw. gewohnt bin.
Aber hier war es leider wieder einmal so dass als Grundzutat so etwas wie eine etwas dickere Bratwurst genommen wird, und nicht wie es sich gehört 😉 eine der Bockwurst ähnlichen Brühwurst mit Naturdarm.

Aber ich hatte an dem Tag echt gute Laune und dachte „Sei doch mal offen für andere Geschmackserlebnisse“. Erschwerend kam dazu, dass die Currysauce die Säure und den Paprikageschmack von einem guten Letscho hatte.
Und wenn ich ehrlich bin, es war lecker!
Und der Knaller waren die Pommes, wie ich und andere Gäste in der Wirtschaft fanden.
Nächstes mal probiere ich die Haxen, die ja wie auch der Service kontrovers bei qype diskutiert wird.

Aber das tollste am Laden ist das Gästebuch. Es gibt keine Berichte wer damit angefangen hat, oder wann, aber est ist wohl Sitte auf Bierdeckeln von Schultheiss seine Eindrücke, Lob oder Grüße zu Hinterlassen. Ich liebe so etwas gewachsenes.

Vieleicht kann mir einer meiner Leser das Spanisch auf den Bierdeckeln übersetzen, und Französisch war wohl auch dabei. Besten Dank.

Ich wollte mir heute den Flohmarkt bzw. Trödelmarkt auf der Straße des 17. Juni anschauen. Der Flohmarkt befindet sich zwischen der Siegessäule und dem Ernst-Reuter Platz auf der Straße des 17. Juni.


Der Flohmakrt ist wohl der älteste und bekannteste Trödelmarkt der Stadt, und das ist auch ein bisschen sein Problem. Es gibt Ihn seit über 30 Jahren jeden Samstag und Sonntag von 10:00 bis 17:00 und er steht seit dem wohl auch in allen Reiseführern.
Aber da ich ja der Berlintourist bin muss ich mir den Markt natürlich ansehen.

Die Besucher teilen sich nach gehör wie folgt auf:

  • Deutsch
  • Italienisch
  • Spanisch
  • Französisch

Bei den Verkäufern dominiert Deutsch, hier vorrangig der  Dialekt des Westberliner Alttrödelhändlers (laut, leicht mürrisch mit dem unterton „ich muss nicht unbedingt verkaufen“), dicht gefolgt vom Arabischen und an dritter Position das Türkisch.

Das Sortiment ist ordentlich durchmischt und entspricht meinem Verständnis von gutem Trödel, also keine „Chinaware“ oder Polyesterpullis in neongrün.

Nach dem Trödelmarkt, vom S-Bahnhof Tiergarten aus gesehen fängt hinter dem Trödelmarkt der Kunstmarkt an.

Und hier gibt es ein paar hübsche Berlinandenken fernab vom Brandenburger Tor aus Plastik oder einen Gipsbären.


Auf dem Weg zurück schlug meine Begleitung vor noch in die Tiergarten Quelle einzukehren. Aber davon morgen mehr.