Mit ‘Privatbrauerei’ getaggte Beiträge

arminiusmarkthalle-01Eigentlich wollte ich mir am Samstag den neuen Kreativmarkt in der Arminiusmarkthalle in Moabit anschauen. Ich kam aber 15 Minuten zu spät, der Markt „ArTminius21“ hat Samstags von 10:00 bis 15:00 in den Hallen geöffnet. Auch viele andere Stände wie zum Beispiel der sehr empfehlenswerte Brotstand mit einer Auswahl bester Berliner Brote war schon restlos leergekauft.

Meine reizende Begleitung schlug vor, wenigstens ein Berliner Bier der Brauerei BrewBaker zu probieren.

Das Bier, das ich probiert habe war so ähnlich wie der Mann hinterm Tresen. Gewöhnungsbedürftig aber dann OK, denn das Bier schmeckt zuerst nach Blumen bzw. Blüten und irgendwie seifig. Der Barkeeper macht einen auf grummelig-unhöflich, da muss man gegensteuern, und auch der dritte Schluck Bier schmeckt wie die folgenden Gläser immer besser 😉
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Nach dem Schlendern über den Trödel- und Antikmarkt auf dem 17. Juni sind wir dann noch in die Tiergartenquelle in den S-Bahnbögen des Bahnhofs Tiergarten gegangen.

Was ist die Tiergartenquelle?
Die Tiergartenquelle ist mit über 70 Jahren eine der ältesten Kneipen Berlins.

Wo liegt die Tiergartenquelle?
Ihre Postanschrift lautet Bachstraße, S-Bahnbögen 481 und 482. Wenn ich einem Touristen die Lage an einem Wochenende beschreiben sollte, würde ich das so: Wenn du auf dem Flohmarkt stehst und den 17. Juni in Richtung Goldelse (Siegessäule) guckst, dann ist es vor dem Eingang hoch zum S-Bahnhof Tiergarten, links die Bachstraße rein, noch kurz über die Joseph Haydn Straße und gleich neben dem Hinteren S-Bahnaufgang befindet sich die Tiegartenquelle.


Was macht die Tiergartenquelle aus?
Heute glaube ich allein die Tatsache, dass es so etwas im hippen, modernen, schnelllebigen Berlin noch gibt.
Eine gute alte Berliner Kneipe mit frisch gezapftem Bier und einer Küche die deftige Hausmannskost in ordentlichen Portionen und zu vertretbaren Preisen serviert.
Die Einrichtung in der Kneipe steht glaube ich auch mittlerweile unter Denkmalschutz, ist vielleicht sogar
Kandidat für’s Weltkulturerbe? Die dunklen Stühle und Tische, die alten Tafeln und Werbeschilder und die gelbgraue Patina an den Wänden, sowas bekommt man heute ja gar nicht mehr nachgekauft.

im vorderen Raum beherbergt die Tiergartenquelle mehrere sechs bis achtmann Tische und hinten links die Bar mit einem recht kurzen Tresen. An der Bar vorbei geht es links zum separaten Raum für feiern und Festlichkeiten. Geradezu kommen die Toiletten und der Raucherraum mit dem Hinweis „Vorsicht hinter dieser Tür besteht Erstickungsgefahr!“

Was gibt es zu Essen und zu Trinken?
Erstmal ein kleiner Auszug aus der Speisekarte
Spezialitäten der „Quelle-Küche“

Rahmgeschnetzeltes „Züricher Art“ vom Schwein mit Spätzle 10,50 €
Gebratener Leberkäs mit Setzei und Bratkartoffeln 7,20 €
Zwei Berliner Bouletten mit Setzei und Bratkartoffeln 7,20 €
Knusprige Schweinshaxe mit Bratkartoffeln oder Backkartoffel & Kräuterquark 9,80 €
Nürnberger Würstchen mit Sauerkraut und Bratkartoffeln 7,90 €
Riesen Eisbein mit Erbsenpüree, Sauerkraut und Salzkartoffeln 10,20 €
Schweinebraten mit jungen Erbsen, zarten Möhren und Petersilienkartoffeln 8,90 €
Tiroler Bauern-Frühstück 6,50 €
„Cordon Bleu“ vom Schwein, mit Käse und Schinken gefülltes, paniertes Schweineschnitzel
mit Pommes frites
10,80 €
Schweineschnitzel „Wiener Art“, mit Tagesgemüse und Pommes Frites 10,50 €
Rindergulasch, mit Salzkartoffeln und Rotkohl 9,90 €
Berliner Currywurst, mit hausgemachter Soße und Pommes Frites 6,50 €

Biere bietet die Quelle von Lemke und Schultheiss an.
Von Lemke das Pilsner, ein Hefe-Weizen und ein Saisonbier. Das Pils war gut, als Saisonbier gibt es gerade ein recht dunkles malziges auch durchaus schmeckendes Bier dessen Namen ich vergessen habe.
Lemkes Biere sind naturbelassen und werden hier in Berlin in einer kleinen
handwerklichen Brauerei gebraut. Bitte achten Sie auch auf unsere Biertafel !

Das Schultheiss gibt es wahlweise im Glas, im Steinkrug oder im Maßkrug. Alles zu moderaten Preisen.

Als Berlintourist habe ich natürlich die „Berliner Currywurst“ bestellt.
Mein Traum ist es ja irgendwann alle Currywürste der Stadt durchprobiert zu haben.
Meine Erfahrungen mit der von Bier’s und dem Currywurst Express könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Als der riesen Teller kam, die Teller in der Quelle sind alle riesen groß und meistens voll, war ich erst skeptisch. Ich habe ein sehr klares Bild von „Der Currywurst“, gerade der West-Currywurst (wir befinden uns ja im Tiergarten im ehemaligen Westberlin), sie ist mit Darm, hat ein halbwegs genormtes Maß und auch die Currysauce sollte schmecken wie ich es mir vorstelle bzw. gewohnt bin.
Aber hier war es leider wieder einmal so dass als Grundzutat so etwas wie eine etwas dickere Bratwurst genommen wird, und nicht wie es sich gehört 😉 eine der Bockwurst ähnlichen Brühwurst mit Naturdarm.

Aber ich hatte an dem Tag echt gute Laune und dachte „Sei doch mal offen für andere Geschmackserlebnisse“. Erschwerend kam dazu, dass die Currysauce die Säure und den Paprikageschmack von einem guten Letscho hatte.
Und wenn ich ehrlich bin, es war lecker!
Und der Knaller waren die Pommes, wie ich und andere Gäste in der Wirtschaft fanden.
Nächstes mal probiere ich die Haxen, die ja wie auch der Service kontrovers bei qype diskutiert wird.

Aber das tollste am Laden ist das Gästebuch. Es gibt keine Berichte wer damit angefangen hat, oder wann, aber est ist wohl Sitte auf Bierdeckeln von Schultheiss seine Eindrücke, Lob oder Grüße zu Hinterlassen. Ich liebe so etwas gewachsenes.

Vieleicht kann mir einer meiner Leser das Spanisch auf den Bierdeckeln übersetzen, und Französisch war wohl auch dabei. Besten Dank.